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Der aktuelle Sternenhimmel

Der aktuelle Sternenhimmel Mai - September 2013

Die Nächte in den Monaten Mai bis August können wunderbar mild sein und laden dazu ein, lange draußen zu bleiben und den Himmel zu beobachten. Allerdings sind sie auch recht kurz. Vom 25. Mai bis zum 18. Juli wird es – astronomisch gesehen – in Bochum gar nicht richtig dunkel.
Die Sonne steht immer weniger als 18° unter dem Horizont. Ein kleiner Rest der Dämmerung ist im Norden immer zu sehen. Diese „Weißen Nächte“ sind weiter im Norden aber viel ausgeprägter. In unseren Breiten sind die schönsten und einprägsamsten Sternbilder auch im Sommer zu sehen!


Sternkarte
15. Mai 3:00 MESZ
15. Juni 1:00 MESZ
15. Juli 23:00 MESZ
15. August 21:00 MESZ

Im Südwesten verabschieden sich die Frühjahrssternbilder von der Himmelsbühne. Das bekannteste und auffälligste von ihnen ist der Löwe. Ebenfalls leicht sichtbar ist der Bärenhüter, mit lateinischem Namen Bootes genannt. Sein Hauptstern Arktur leuchtet rötlich. Der Arktur bildet das untere Ende einer drachenförmigen Figur. Nicht ganz so leicht ist es, das dritte der klassischen Frühlingssternbilder als Figur zu sehen: Von der Jungfrau fällt vor allem ihr hellster Stern Spica, die ‚Kornähre’ auf.

Unter den Sternen des Sommerhimmels ist insbesondere das Sommerdreieck leicht zu finden. Es besteht aus drei hellen Sternen, die zu drei verschiedenen Sternbildern gehören. Deneb markiert den Schwanz des Schwans, der mit weit ausgebreiteten Flügeln durch die Milchstraße fliegt. Vega gehört zum kleinen, aber leicht erkennbaren Sternbild Leier, und Atair ist der Hauptstern des Adlers. Die Milchstraße verläuft durch den Adler weiter nach Süden. Knapp über dem Süd-Horizont sehen wir nur in den Sommermonaten das Zentrum der Milchstraße im Sternbild Schütze. Daneben steht der Skorpion mit dem hellen, roten Stern Antares. Dieses eigentlich auffällige Sternbild klettert bei uns aber nie komplett über den Horizont.

Mit dem Fortschreiten der Nacht gehen im Osten neue Sternbilder auf, die schon den kommenden Herbst ankündigen. Am auffälligsten ist der Pegasus, in der Sage ein fliegendes Pferd, am Himmel aber ein fast perfektes Quadrat aus gleich hellen Sternen.

Die Planeten ziehen vor den Sternbildern ihre Bahnen. Sie sind immer wieder an anderen Orten zu sehen.

Der Riesenplanet Jupiter im Sternbild Stier ist nur noch im Mai am Abendhimmel zu finden.

Während der Jupiter verschwindet, taucht der innere Nachbarplanet der Erde, die Venus, ganz langsam am abendlichen Himmel auf. Ende Mai wird sie noch in der Dämmerung sichtbar. Dann überholt sie am Himmel den Jupiter und steht von nun an östlich von ihm. Für die nächsten Monate bleibt sie „Abendstern“: Flach über dem Westhorizont, aber heller als alle anderen Planeten und Sterne, leuchtet sie in der Abenddämmerung. Schon etwa eine Stunde nach der Sonne versinkt sie unter dem Horizont.

Der Ringplanet Saturn im Grenzbereich der Sternbilder Waage und Jungfrau ist dagegen während des gesamten Frühjahres und Sommers gut zu sehen. Im Mai ist er fast die gesamte Nacht sichtbar. Im August verabschiedet er sich dagegen schon gegen 22 Uhr vom Himmel. Von allen mit dem bloßen Auge sichtbaren Planeten ist er am weitesten von uns entfernt, zehnmal weiter weg von der Sonne als die Erde.